Laktoseintoleranz von Babys,Kleinkindern & Säuglingen

Laktoseintoleranz und Kuhmilchallergie ist das gleiche?!,…nicht ganz.
Babynahrung Laktose freiDer wichtigste Nährstofflieferant bei der Ernährung von Babys und Kleinkindern ist die Muttermilch. Die für Säuglingsnahrung hergestellten Produkte basieren größtenteils auf Kuhmilchbasis. Leider gibt es immer wieder Kinder und Babys welche den in der Milch enthaltene Milchzucker (die Laktose), nicht vertragen. In Expertenkreisen wird hierbei von einer Laktoseunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz gesprochen.


Laktoseintoleranz: Was ist das?, wie entsteht so etwas…?

Die Erkrankung Laktoseintoleranz bezeichnet die Unverträglichkeit von Milchzucker des menschlichen Organismus. Dass der Milchzucker welcher umgangssprachlich auch Laktose genannt wird, für den menschlichen Körper verwertbar wird, muss er in seine Bestandteile aufgespalten werden. Der über Lebensmittel aufgenommene Milchzucker wird mithilfe von einem Laktase-Enzym in Glukose sowie Galaktose zerlegt.

  • Milchzucker und Laktose ist das gleiche!

Betroffene Personen welche unter Laktoseintoleranz  leiden, produzieren zu wenig oder gar nichts des Laktase-Enzyms. Somit ist der Körper nicht in der Lage den aufgenommenen Milchzucker zu verwerten. Die unaufgespaltene Laktose wandert unverwertet in den Darmtrakt wo sie von speziellen Bakterien in Milchsäure umgewandelt wird. Neben der Milchsäure entstehen auch verschiedene Gase, welche zu starken Blähungen führen können. Siehe Symptome

Die Form der angeborenen Laktoseintoleranz  ist sehr wenig verbreitet. Um die Muttermilch gleich nach der Geburt perfekt verwerten zu können, beginnt der kindliche Darmtrakt schon in der Schwangerschaft Laktose zu produzieren. Nur etwa ein bis drei Prozent aller neugeborenen Babys haben daher eine angeborenen Laktoseintoleranz.


Angeborene oder vorübergehende Laktoseintoleranz?Laktose freie Babymilch für Babys

Eine angeborene Laktoseunverträglichkeit beruht auf einem Gendefekt. Die medizinische Fachwelt spricht hier von einer Alaktasie. Dabei kann der Darm eines erkrankten Babys keine voll funktionsfähige Laktase herstellen. Leider ist solch eine Form der angeborenen Laktoseintoleranz weder heilbar, noch kann man sagen dass sie in einem bestimmten Zeitraum zurück gehen wird.

Es wird aber auch von medizinisch gesunden Babys berichtet, welche nur für einen gewissen Zeitraum an einer Laktoseunverträglichkeit betroffen waren. Bei ihnen war es meist so dass diese Beschwerden nach den ersten Lebensmonaten wieder verschwunden sind. Spätestens nachdem der Darmtrakt sehr ausgereift war, wurden die Symptome geringer bis sie nun beschwerdefrei leben könnne.




Typische Symptome,
welche auf eine Laktosunverträglichkeit hinweisen können:

  • heftige Durchfälle
  • starke Blähungen
  • deutliche Magengeräusche, nach jeder Mahlzeit
  • verhärtete Bauchdecke, welche meist mit starke Bauchschmerzen und Koliken verbunden sind
  • regelmäßige Verstopfung
  • Bei Ignoranz der Symptome besteht die Gefahr der Unterernährung sowie Austrocknung und Gewichtszunahme.
  • Achtung! Neugeborene, welche an einer angeborenen Laktoseunverträglichkeit erkrankt sind, werden auch keine Muttermilch vertragen. Das kann man schon in den ersten Tagen, an starkem Durchfall und einer verhärteten Bauchdecke erkennen. Sollten diese oder die oben genannten Symptome auftreten solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn eine nicht beachtete Laktoseintoleranz kann zu einer schweren Vergiftung deines Kindes führen. Da der nicht aufgespaltene Milchzucker in den Blutkreis deines Babys gelangen kann. Bist du bei der eindeutigen Zuordnung der Symptome unschlüssig, solltest du einen Kinderarzt aufsuchen.

Die Diagnose

Die moderne Medizintechnik schreitet immer weiter voran und erleichtert unser Leben immer mehr. Leider ist die Diagnose von einer Laktoseintoleranz bei Babys bis heute sehr schwierig. DieLaktosefreie Nahrungsmittel für Babys geeignet „normalen“ Untersuchungsverfahren welche bei erwachsenen Menschen angewendet werden, um eine Milchzuckerunverträglichkeit festzustellen dauern meist mehrere Stunden. Hierbei muss der Patient stets nüchtern sein.

Die völlige Nüchternheit ist einem Neugeborenen Baby nicht zumutbar. Aus diesem Grund empfehlen fachkundige Ärzte auf einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen auf laktosehaltige Lebensmittel vollkommen zu verzichten. Als Alternative kann man laktosefreie Säuglingsnahrung füttern. Um die eindeutige Milchzuckerunverträglichkeit feststellen zu können wird parallel zu der Nahrungsumstellung ein Gentest durchgeführt. Dieser Gentest wird einen eindeutigen Beweis liefern, ob dein Baby eine Laktoseunverträglichkeit hat oder eben nicht.


Ernährung von betroffenen Babys und Kleinkinder


Bei entsprechender Diagnose wird der Arzt laktosefreie Spezialnahrung verschreiben. Diese Spezialnahrung ist immer auf das jeweilige Alter des Babys bzw. Kindes abgestimmt.
Einige Beispiele für solche Spezialnahrung ist Humana SL Pulver, SMA Laktosefreie Babymilch oder das Töpfer Lactopriv Pulver. Alle genannten Produkte sind auf der Basis von  hochwertigen Sojaproteinen hergestellt und produziert worden. Sie sind dadurch vollkommen laktosebefreit. Bestimmte Hersteller bieten auch speziell laktosefreie Milchbreie an.


Wie kann man die Kalziumversorgung sicherstellen?

Kuhmilchallergie bei Babys Eine gesicherte Kalziumversorgung ist extrem wichtig für den Knochenaufbau junger Menschen und besonders wichtig für Babys und Kleinkinder. Gerade in den ersten Lebensjahren, indem der Körper extreme Veränderungen durchläuft. Deshalb ist mit besonderer Aufmerksamkeit darauf zu achten, dass Kinder mit Laktoseintoleranz ausreichend laktosefreie Milchprodukte zu sich nehmen und so den Kalziumhaushalt aufrechtzuerhalten. Für Kinder und Babys, wurden gibt spezielle Milchpulver-Präparate entwickelt, welche isie mit lebensnotwendigen Mineralien und Vitamine versorgen. Mit dem Start der Beikosteinführung kann man laktosefreie Milchprodukte durch andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Karotten, Gemüse und Obst ersetzen. Auch Mineralwasser, welches ein besonders hohen Kalziumgehalt aufweist kann verwendet werden.

  • Merke: Laktosefreie Milchprodukte sowie laktosefreie Milch haben die gleichen Anteile an Kalzium wie Lebensmittel aus „herkömmlicher“ Milch.

Laktoseintoleranz bei Babys und Milch schlecht für Zähne?


Der Unterschied von Laktoseintoleranz und einer Kuhmilchallergie

Viele Leute denken sobald sie Laktoseintoleranz hören ist auch automatisch der Begriff Kuhmilchallergie damit gemeint. Das ist jedoch völlig falsch.

Bei einer Laktoseunverträglichkeit weis man dass ein fehlendes Enzym namens Lactase für die Symptome dafür verantwortlich ist. Deshalb kann der in allen Milchprodukten enthaltene Milchzucker vom Körper nicht gespalten und somit auch nicht vom Körper aufgenommen werden.
Die bei einer Kuhmilchallergie auftretende Reaktion ist auf gewisse Milcheiweiße (meist Molkeneiweis und Casein) zurückzuführen. Muttermilch wird jedoch von allen Säuglingen mit Kuhmilchallergie sehr gut vertragen.

Eine Kuhmilchallergie ist eine der am häufigsten vorkommenden Nahrungsmittelallergien bei Kindern im Säuglings und Kleinkindalter. Meist treten typische Symptome wie Magen-Darm-Probleme, in Begleitung von starken Koliken und Hautausschlag auf.


Welches Milchpulver, Babynahrung, Säuglingsnahrung bei Laktoseunverträglichkeit?

Falls du Babybrei aus Gläschen verwendest, die mithilfe eines Babykostwärmer auf die richtige Temperatur erhitzt werden kann, solltest du immer auf die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe achten. Schaue auch unter Babybrei selber machen – so einfach gehts!, dort habe ich viele nützliche Tipps und Tricks zum Herstellen von eigenem Babybrei zusammengefasst. Dort findest auch viele Videos inkl. Babybrei Rezepte für die richtige Umstellung von Muttermilch auf Babybrei.



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